Verständnis der E-Rechnungs-Vorschriften in Russland
Russland hat einen spezifischen und sich entwickelnden rechtlichen Rahmen für E-Rechnungen, mit verbindlichen Anforderungen für bestimmte Waren und erheblichen Strafen bei Nichteinhaltung. Während die elektronische Rechnungsstellung für Geschäftstransaktionen (B2B) in Russland seit 2012 erlaubt ist, war ihre weitreichende Einführung schrittweise und weitgehend freiwillig. Der Föderale Steuerdienst (FTS) ist die primäre Regulierungsbehörde, verantwortlich für die Festlegung technischer Standards, die Genehmigung von Betreibern des elektronischen Datenaustauschs und die Überwachung der Einhaltung.
Ein wesentlicher Wandel trat mit der Einführung des nationalen Rückverfolgbarkeitssystems ein, das die E-Rechnung für bestimmte Warengruppen verpflichtend machte. Seit dem 1. Juli 2021 sind Unternehmen, die mit diesen rückverfolgbaren Waren handeln, verpflichtet, E-Rechnungen auszustellen und zu akzeptieren. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Kontrolle über den Warenfluss zu verbessern und Steuerhinterziehung zu bekämpfen. Die Waren, die der verpflichtenden E-Rechnung unterliegen, umfassen:
- Kühl- und Gefriergeräte
- Industrietransportfahrzeuge (wie Gabelstapler, Bagger und Straßenwalzen)
- Wasch- und Trockenmaschinen (für Haushalts- und Gewerbeanwendungen)
- Monitore und Projektoren (ausgenommen Fernsehgeräte)
- Elektronische integrierte Schaltungen und Elemente
- Babywagen und Kindersitze
- Pharmazeutika, Alkohol und Tabak gelten ebenfalls als hochsteuerliche Waren, die eine E-Rechnung erfordern.
Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften kann schwerwiegende Folgen haben. Der FTS überwacht aktiv Transaktionen und kann die Umsatzsteueraufzeichnungen von Verkäufern und Käufern vergleichen, um Fehler oder Betrug zu erkennen. Inkonsistenzen bei der Meldung rückverfolgbarer Waren während Steuerprüfungen können zu Haftungen führen, da das System darauf ausgelegt ist, Schmuggel und Steuerhinterziehung zu beseitigen.