Verstehen des rechtlichen Rahmens ungarischer Dienstleistungsverträge
Die Erstellung eines Dienstleistungsvertrags in Ungarn erfordert ein Verständnis des rechtlichen Rahmens, um die Einhaltung sicherzustellen und potenzielle rechtliche Fallstricke zu vermeiden. Dienstleistungsverträge in Ungarn unterliegen hauptsächlich dem Gesetz V von 2013 über das Bürgerliche Gesetzbuch, während Arbeitsverträge dem Gesetz I von 2012 über das Arbeitsrecht unterliegen. Ein Dienstleistungsvertrag wird zu einer "langfristigen Dienstleistungsbeziehung", wenn er Kontinuität, wirtschaftliche Abhängigkeit und Dauer aufweist, die typischerweise sechs Monate ununterbrochene Engagement überschreiten.
Ab dem 1. Januar 2026 haben bedeutende rechtliche Reformen in Ungarn strengere Berichts- und Klassifizierungsregeln für langfristige Dienstleistungsverträge eingeführt. Diese Reformen erfordern monatliche Berichterstattung über das Online-Portal der Nationalen Steuer- und Zollverwaltung (NAV) sowie Sozialbeiträge, selbst für Monate ohne fakturierte Dienstleistungen. Nichteinhaltung kann zu rückwirkenden Sozialbeitragsverpflichtungen, Verwaltungsstrafen und einer Umklassifizierung des Vertrags als Beschäftigung führen, was erhebliche finanzielle und rechtliche Risiken birgt.