Verständnis der US-Rechnungsstandards
In den USA gibt es zwar kein einheitliches Bundesgesetz, das den Inhalt von Rechnungen regelt, aber Unternehmen müssen sich an bewährte Praktiken für Gültigkeit, Professionalität und die Einhaltung von Steuer- und vertraglichen Verpflichtungen halten. Im Gegensatz zu vielen Ländern mit einem landesweiten Mehrwertsteuersystem (MwSt) operiert die USA ohne eines; stattdessen werden die Regeln für die Verkaufssteuer von einzelnen Bundesstaaten und oft von lokalen Regierungen festgelegt. Das bedeutet, dass die Verkaufssteuersätze erheblich variieren können, von 0 % bis über 10,25 %, je nach Gerichtsbarkeit und spezifischem Produkt oder Dienstleistung.
Eine konforme US-Rechnung sollte das Wort "Rechnung" deutlich oben anzeigen, zusammen mit einer eindeutigen, fortlaufenden Rechnungsnummer und dem Ausstellungsdatum. Sie muss auch den vollständigen Firmennamen, die Adresse und die Kontaktdaten sowohl des Verkäufers als auch des Käufers enthalten. Detaillierte Beschreibungen der gelieferten Waren oder Dienstleistungen, einschließlich Menge, Einzelpreis und Gesamtbetrag pro Posten, sind entscheidend. Darüber hinaus sollte die Rechnung den Zwischensumme, die anwendbaren staatlichen und lokalen Verkaufssteuern, etwaige Rabatte und den Gesamtbetrag ausweisen. Zahlungsbedingungen wie "Netto 30" (Zahlung innerhalb von 30 Tagen fällig) oder "Fällig bei Erhalt" sowie akzeptierte Zahlungsmethoden sind ebenfalls wichtig. Für Steuer- und Prüfungszwecke verlangt der Internal Revenue Service (IRS) in der Regel, dass Unternehmen Rechnungen und unterstützende Dokumente mindestens drei Jahre lang aufbewahren, obwohl dies in bestimmten Fällen, wie z.B. bei der Geltendmachung eines Verlusts durch uneinbringliche Forderungen, auf bis zu sieben Jahre verlängert werden kann.