Verstehen der griechischen E-Rechnungsregulierungen
Die E-Rechnungsregulierungen in Griechenland sind ein Eckpfeiler der digitalen Steuertransformation, die darauf abzielt, Transparenz zu erhöhen, Steuerhinterziehung zu bekämpfen und die Finanzberichterstattung zu optimieren. Die Unabhängige Behörde für Öffentliche Einnahmen (IAPR), auch bekannt als AADE, überwacht dieses Rahmenwerk, das die digitale Übertragung von Rechnungs- und Buchhaltungsdaten vorschreibt. Der Kern dieses Systems ist die MyData-Plattform, eine nationale digitale Plattform für E-Berichterstattung, die alle in Griechenland ansässigen Unternehmen, die den griechischen Buchhaltungsstandards unterliegen, nutzen müssen.
Für Geschäfts-zu-Regierung (B2G)-Transaktionen ist die E-Rechnung schrittweise verpflichtend, wobei alle öffentlichen Sektoren seit dem 18. April 2020 elektronische Rechnungen empfangen müssen. Lieferanten öffentlicher Verwaltungen sind seit dem 12. September 2023 verpflichtet, E-Rechnungen gemäß den europäischen Standards auszustellen, und dies wird bis zum 1. Januar 2025 auf alle öffentlichen Sektorverträge ausgeweitet. Diese B2G-Rechnungen müssen über das Peppol-Netzwerk übermittelt werden.
Für Geschäfts-zu-Geschäft (B2B)-Transaktionen wird die verpflichtende E-Rechnung schrittweise eingeführt. Der EU-Rat hat Griechenland im Februar 2023 die Umsetzung der verpflichtenden B2B-E-Rechnung genehmigt. Große Unternehmen mit einem Jahresumsatz von über 1 Million € im Finanzjahr 2023 müssen ab dem 2. März 2026 mit der verpflichtenden E-Rechnung beginnen. Alle anderen Unternehmen folgen ab dem 1. Oktober 2026. Während die E-Rechnung für Transaktionen mit Unternehmen innerhalb der Europäischen Union für den ausländischen Partner optional bleibt, wird für inländische B2B-Transaktionen die verpflichtende Annahme von E-Rechnungen durch das empfangende Unternehmen erforderlich sein.