Verständnis der indonesischen E-Rechnungsregeln
Das indonesische E-Rechnungssystem, bekannt als e-Faktur, ist ein verpflichtendes digitales Rahmenwerk, das darauf abzielt, die Mehrwertsteuererklärungen (VAT) zu optimieren und die Steuertransparenz zu erhöhen. Alle Unternehmen, die als umsatzsteuerpflichtige Personen (Pengusaha Kena Pajak, oder PKP) klassifiziert sind, sind gesetzlich verpflichtet, elektronische Rechnungen für steuerpflichtige Transaktionen auszustellen. Diese Vorschrift gilt für PKP mit einem Jahresumsatz von über IDR 4,8 Milliarden. Das System funktioniert nach einem "Clearance-Modell", was bedeutet, dass Rechnungen der Direktion für Steuern (DGT) gemeldet und genehmigt werden müssen, bevor sie als rechtlich gültig gelten und an Kunden gesendet werden können.
Das e-Faktur-System wurde schrittweise eingeführt und ist seit Juli 2016 landesweit für alle PKP verpflichtend. In Zukunft wird Indonesien auf ein neues Core Tax System (Coretax) umsteigen, dessen Einführung im Januar 2025 begann und das voraussichtlich bis zum 31. Dezember 2025 für fast alle PKP vollständig durchgesetzt wird. Coretax wird die VAT-Berichterstattung und die Clearance von E-Rechnungen zentralisieren und die Steuerverwaltungsdienste weiter automatisieren. Derzeit beträgt der reguläre Mehrwertsteuersatz in Indonesien 11 %. Ab dem 1. Januar 2025 gilt jedoch ein Mehrwertsteuersatz von 12 % für bestimmte Luxusgüter, während allgemeine Waren und Dienstleistungen aufgrund einer speziellen Berechnungsformel effektiv einen Satz von 11 % beibehalten.