Verstehen der vietnamesischen E-Rechnungs-Vorschriften
Elektronische Rechnungsstellung wurde für die meisten Unternehmen in Vietnam am 1. Juli 2022 verpflichtend, was einen bedeutenden Wandel von traditionellen papierbasierten Systemen darstellt. Dieses landesweite Mandat, das hauptsächlich durch das Dekret 123/2020/ND-CP und den Rundschreiben 78/2021/TT-BTC geregelt wird, zielt darauf ab, die Transparenz zu erhöhen, Steuerhinterziehung zu bekämpfen und die Steuerverwaltung zu optimieren. Unternehmen sind verpflichtet, sich beim General Department of Taxation (GDT) zu registrieren, um E-Rechnungen auszustellen. Dieser Registrierungsprozess umfasst in der Regel die Einreichung des Formulars 01/ĐKTĐ-HĐĐT, das den gewählten Rechnungstyp (mit oder ohne Authentifizierungscode der Steuerbehörde) und eine aktive E-Mail-Adresse für Benachrichtigungen angibt.
Neueste gesetzliche Aktualisierungen, insbesondere das Dekret 70/2025/ND-CP und das Rundschreiben 32/2025/TT-BTC, die am 1. Juni 2025 in Kraft treten, haben das E-Rechnungsregime weiter verfeinert. Diese Änderungen erweitern den Anwendungsbereich auf bestimmte ausländische digitale Unternehmen auf freiwilliger Basis und führen strengere Anforderungen für den Einzelhandel und kundenorientierte Sektoren ein, einschließlich der verpflichtenden Anbindung von Point-of-Sale (POS)-Rechnungen für große Einzelhändler. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften kann zu Verwaltungsstrafen führen, wobei die Strafen für das Versäumnis, Rechnungen auszustellen, zwischen 5 Millionen und 10 Millionen VND pro Verstoß liegen und bei wiederholter Nichteinhaltung möglicherweise höher ausfallen.