Verständnis der iranischen Rechnungsregeln
Um die Einhaltung sicherzustellen und potenzielle Probleme zu vermeiden, ist es entscheidend, den spezifischen rechtlichen Rahmen zu verstehen, der die Rechnungsstellung im Iran regelt. Das iranische Steuerzahler-System (Samaneh Modian) spielt eine zentrale Rolle in der modernen Rechnungsstellung, insbesondere für Mehrwertsteuerprozesse (VAT), indem es die Echtzeitüberprüfung von Transaktionen und die automatisierte Datenabgleichung ermöglicht. Für ausländische Unternehmen, die im Iran tätig sind, ist es obligatorisch, einen iranischen Finanzcode, auch bekannt als wirtschaftliche ID, zu erhalten, um Rechnungen auszustellen und steuerliche Verpflichtungen zu erfüllen.
Was die steuerlichen Auswirkungen betrifft, beträgt der reguläre Mehrwertsteuersatz (VAT) im Iran derzeit 10 Prozent, einschließlich einer Steuer von 6 Prozent für die Regierung und einer Abgabe von 3 Prozent für Kommunen. Zuvor betrug der Mehrwertsteuersatz 9 Prozent, wie in den Jahren 2022 und 2023 festgestellt. Die Körperschaftssteuer wird mit einem festen Satz von 25 Prozent auf die steuerpflichtigen Gewinne sowohl von ansässigen als auch von ausländischen Unternehmen erhoben. Nicht ansässige Unternehmen werden auf der Grundlage von fiktiven Gewinnen besteuert, die zwischen 10 % und 40 % liegen, was zu einem effektiven Steuersatz von 2,5 % bis 10 % führt. Bestimmte Waren und Dienstleistungen, wie unverarbeitete landwirtschaftliche Produkte und der Export von Waren und Dienstleistungen über offizielle Zollstellen, sind von der Mehrwertsteuer befreit. Das iranische Kalenderjahr, das vom 21. März bis zum 20. März des folgenden Jahres läuft, wird in der Regel für steuerliche Zwecke verwendet. Unternehmen müssen ihre jährlichen Körperschaftsteuererklärungen, Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen innerhalb von vier Monaten nach Ende ihres Geschäftsjahres einreichen.
Wesentliche Bestandteile, die gemäß dem iranischen Handelsrecht auf einer Rechnung erforderlich sind, umfassen die klare Identifizierung von Waren oder Dienstleistungen, Mengen, Einzelpreise, Gesamtbeträge, Zahlungsbedingungen und Versanddetails. Bei Importen müssen Handelsrechnungen von der Regierung des Ursprungslandes gestempelt und legalisiert werden. Der Handelsgesetzbuch des Iran verlangt auch, dass Händler chronologische Aufzeichnungen aller gesendeten Rechnungen führen und alle erhaltenen Rechnungen einreichen.