Verstehen der Gehaltslandschaft im Nahen Osten: Steuern & Kernkomponenten
Im Nahen Osten können Gehaltsstrukturen aufgrund der unterschiedlichen Steuergesetze und wirtschaftlichen Bedingungen erheblich variieren. Die meisten Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC), wie die VAE, Katar und Saudi-Arabien, erheben keine persönlichen Einkommenssteuern auf Einzelpersonen, was diese Regionen für Expatriates attraktiv macht. Beispielsweise genießen Expatriates in Saudi-Arabien steuerfreie Gehälter, was ein großer Anreiz für ausländische Arbeitskräfte ist. Länder wie die Türkei hingegen erheben eine progressive Einkommenssteuer von 15 % bis 40 %, abhängig von der Einkommensklasse, wobei der höchste Satz auf jährliche Einkünfte über 600.000 Türkische Lira angewendet wird.
Ein weiteres wichtiges Element ist die Mehrwertsteuer (MwSt.), die in der Region unterschiedlich ist. Die VAE führten 2018 eine MwSt. von 5 % ein, während Saudi-Arabien die MwSt. 2020 auf 15 % erhöhte. Bahrain folgte 2022 mit einem MwSt.-Satz von 10 %. Diese Steuern beeinflussen die Lebenshaltungskosten und sollten bei der Berechnung des Nettogehalts berücksichtigt werden. Darüber hinaus gibt es auch Unternehmenssteuern, wobei die VAE ab 2023 eine Unternehmenssteuer von 9 % für Einkünfte über 375.000 AED einführen.