Die Entwicklung der Zeiterfassung in Spanien: Von der Verpflichtung zur digitalen Pflicht
Die Zeiterfassung in Spanien hat bedeutende Veränderungen durchlaufen, beginnend mit der Einführung des Royal Decree-Law 8/2019 im Mai 2019. Dieses Gesetz verpflichtet alle Unternehmen, detaillierte Aufzeichnungen über die Arbeitszeiten der Mitarbeiter zu führen. Die Landschaft wird sich jedoch erneut ändern mit der Einführung eines Entwurfs für ein königliches Dekret, das am 10. Oktober 2025 veröffentlicht wurde und darauf abzielt, digitale Systeme für die Zeiterfassung durchzusetzen. Diese neue Regelung wird voraussichtlich Ende 2025 oder Anfang 2026 in Kraft treten und einen Schritt in Richtung standardisierter digitaler Compliance markieren.
Das bevorstehende digitale Mandat wird universell für alle Unternehmen in Spanien gelten, unabhängig von Größe oder Sektor, und wird alle Arten von Arbeitsverträgen umfassen, einschließlich Vollzeit-, Teilzeit- und sogar leitenden Angestellten. Der Vorstoß in Richtung Digitalisierung wird durch die Notwendigkeit vorangetrieben, Missbrauch von Überstunden zu verhindern und Transparenz zu gewährleisten, was mit den breiteren EU-Richtlinien zur Arbeitszeitverwaltung übereinstimmt.